Wir sind Experten
für Prüftechnik.

Je nach Anforderung und Kundewunsch setzen wir auf unterschiedlichste Prüfsysteme. Neben der optischen Kontrolle kommen auch Sonderprüfdorne sowie auch Gewindeprüfdorne zum Einsatz.

Warum Prüftechnik

Wir bieten Ihnen Prüfen mit Präzision:

Qualitätssicherung auf höchstem Niveau

Mit einer 100 %-Kontrolle direkt im Produktionsprozess sorgt hörmle für maximale Prozesssicherheit, reduziert Ausschussquoten und erhöht die Gesamteffizienz der Fertigung.

Modulare Systemarchitektur

Die Prüfsysteme von hörmle sind modular aufgebaut und lassen sich flexibel in bestehende Produktionslinien integrieren.

Unsere Prüfsysteme

Wir von hörmle entwickeln individuelle Prüftechnik-Lösungen, die exakt zu Ihren Fertigungsanforderungen passen – sei es optische, taktile oder pneumatische Teileprüfung.

Die optische Teileprüfung im Anlagenbau (auch als automatische optische Inspektion, kurz AOI, bekannt) ist ein entscheidendes Verfahren der zerstörungsfreien Prüfung (ZfP), bei dem die Oberflächen und Geometrien von Bauteilen berührungslos auf sichtbare Mängel, Fehler oder Formabweichungen untersucht werden. 

Automatisierte optische Prüfsysteme nutzen fortschrittliche Bildverarbeitungsalgorithmen und hochentwickelte Sensortechnologien, oft ergänzt durch Künstliche Intelligenz (KI), um eine hohe Genauigkeit und Effizienz zu gewährleisten. 

  • Bildverarbeitungssysteme (Machine Vision):Kernstück der AOI sind Kamerasysteme (oft hochauflösend oder stereoskopisch), die Bilder des Prüfobjekts aufnehmen.
  • Beleuchtungstechniken:Spezielle Beleuchtung (z.B. Streiflicht, Blitzlicht) wird eingesetzt, um Merkmale wie Kratzer, Verformungen oder die Anwesenheit bestimmter Komponenten hervorzuheben.
  • 2D- und 3D-Messtechniken:
    • 2D-Inspektion: Fokussiert auf Oberflächenfehler, Farbabweichungen oder das Vorhandensein/Fehlen von Komponenten.
    • 3D-Inspektion: Nutzt Methoden wie oder Laserscanning, um Bauteilhöhen, Geometrien und Formtoleranzen präzise zu messen und zu vergleichen.
  • KI und maschinelles Lernen: Moderne Systeme verwenden KI, um die Bilderkennung und Klassifizierung von Fehlern zu automatisieren und kontinuierlich zu verbessern, was die Präzision weiter steigert. 

Im Anlagenbau wird die optische Teileprüfung in verschiedenen Phasen des Produktionsprozesses eingesetzt, von der Wareneingangskontrolle über die In-Line-Fertigungsüberwachung bis hin zur Endabnahme. 

  • Geometrieprüfung:Überprüfung von Form- und Lagetoleranzen, Maßhaltigkeit und Konturen von Bauteilen.
  • Oberflächeninspektion:Erkennung von Rissen, Korrosion, Kratzern, Verformungen oder anderen Oberflächenfehlern.
  • Montageprüfung:Kontrolle auf Vollständigkeit und korrekte Positionierung von Einlegeteilen oder Baugruppen.
  • Lagerichtige Zuführung:Sicherstellung der korrekten Ausrichtung von Teilen für nachfolgende automatisierte Prozesse. 


Vorteile

Die Integration automatisierter optischer Prüfsysteme in den Anlagenbau bietet erhebliche Vorteile:

  • Gesteigerte Qualität: Früherkennung von Fehlern reduziert Ausschuss und Nacharbeit.
  • Effizienz: Automatisierung beschleunigt den Prüfprozess im Vergleich zur manuellen Sichtprüfung erheblich.
  • Zuverlässigkeit: Minimiert menschliche Fehler und gewährleistet eine lückenlose, objektive Überwachung.
  • Dokumentation: Die Systeme ermöglichen eine detaillierte Datenerfassung und statistische Auswertung zur Qualitätssicherung.

Die pneumatische Längenmessung (oft auch als Staudruckmessverfahren bezeichnet) ist ein berührungsloses Messverfahren, das auf den Gesetzen der Strömungsmechanik basiert. Es ist extrem präzise und wird vor allem in der Qualitätssicherung der industriellen Fertigung eingesetzt.

Hier ist das Funktionsprinzip einfach erklärt:

Das Grundprinzip

Das Verfahren nutzt Druckluft als „Taster“. Eine Messdüse wird in geringem Abstand vor die Oberfläche des Werkstücks gebracht. Der Luftstrom, der aus der Düse austritt, wird durch den Widerstand des Werkstücks behindert.

Der Prozess
    • Konstanter Druck: Das System wird mit einem absolut konstanten Vordruck versorgt.
    • Die Messdüse: Die Luft strömt durch eine Vordrossel und tritt dann aus der Messdüse aus.
    • Der Luftspalt: Der Abstand zwischen Düse und Werkstück bildet einen ringförmigen Querschnitt. Ändert sich dieser Abstand (die Länge), ändert sich auch der Strömungswiderstand.
    • Staudruckänderung: Wenn das Werkstück näher an die Düse rückt, staut sich die Luft stärker zurück. Dieser Staudruck wird gemessen.
Auswertung

Der gemessene Druck steht in einem direkten (linearen) Verhältnis zum Abstand. Kleine Änderungen des Abstands führen zu messbaren Änderungen des Luftdrucks, die dann auf einer Skala oder digital als Längenwert angezeigt werden.

Warum nutzt man das?
    • Berührungslos: Keine Kratzer auf empfindlichen Oberflächen.
    • Selbstreinigend: Die ausströmende Luft bläst Öl, Kühlmittel oder Späne einfach weg.
    • Hohe Präzision: Es können Differenzen im Bereich von unter 1µm (0,001 mm) erfasst werden.
    • Verschleißfrei: Da kein mechanischer Kontakt stattfindet, nutzt sich das Messgerät nicht ab.

Anwendungsbeispiel: Die Prüfung von Bohrungsdurchmessern in Motorblöcken, bei denen es auf kleinste Toleranzen ankommt.

Die taktile Teileprüfung im Anlagenbau bezeichnet ein präzises Qualitätskontrollverfahren, bei dem die physikalischen Abmessungen und die Geometrie von Bauteilen durch direkten Kontakt mit einem Messgerät erfasst werden. Diese Methode ist entscheidend, um die Maßhaltigkeit und Passgenauigkeit von Komponenten sicherzustellen, die in komplexen Maschinen und Anlagen verbaut werden. 

Bedeutung im Anlagenbau

Im Anlagenbau, wo es auf höchste Präzision und Zuverlässigkeit ankommt, spielt die taktile Prüfung eine zentrale Rolle in der Qualitätssicherung. 

  • Sicherstellung der Passgenauigkeit: Bauteile müssen exakt den Vorgaben entsprechen, um bei der Montage nahtlos zusammenzufügen und die korrekte Funktion der gesamten Anlage zu gewährleisten.
  • Erkennung von Fehlern: Maße, Formen und Oberflächen-Beschaffenheiten werden präzise überprüft, um Mängel wie Formabweichungen, Beschädigungen oder Bearbeitungsfehler frühzeitig zu erkennen.
  • Compliance und Dokumentation: Die Messergebnisse dienen als Nachweis für die Einhaltung von Qualitätsstandards und technischen Spezifikationen, was für die Zertifizierung und Haftung relevant ist. 
Rissprüfung mit dem Wirbelstromverfahren: Zerstörungsfrei, Schnell & Präzise
Die Wirbelstromprüfung ist ein etabliertes, zerstörungsfreies Verfahren zur Qualitätssicherung, das vor allem in der metallverarbeitenden Industrie, Luftfahrt und Automobilproduktion eingesetzt wird. Es dient dazu, oberflächennahe Risse, Poren oder Einschlüsse in elektrisch leitfähigen Werkstoffen – wie Stahl, Aluminium oder Kupfer – zuverlässig zu identifizieren.
 
Funktionsprinzip: Elektromagnetische Induktion
Das Verfahren basiert auf elektromagnetischer Induktion. Eine Prüfspule wird mit Wechselstrom beaufschlagt und erzeugt dadurch ein magnetisches Wechselfeld. Wird diese Spule in die Nähe eines metallischen Werkstücks gebracht, induziert das Magnetfeld Wirbelströme im Material.
  1. Fehlerfreies Material: Die Wirbelströme fließen gleichmäßig.
  2. Riss im Material: Ein Riss oder eine Inhomogenität stört den Fluss der Wirbelströme (sie müssen „um den Fehler herumfließen“).
  3. Signaländerung: Diese Störung verändert das eigene Magnetfeld des Wirbelstroms, was von der Messspule als Änderung der Impedanz (elektrischer Widerstand) registriert und als Fehlersignal am Bildschirm angezeigt wird.
 
Vorteile des Wirbelstromverfahrens
  • Berührungslos: Die Sonde muss das Werkstück nicht berühren, was Verschleiß minimiert.
  • Hohe Geschwindigkeit: Aufgrund der schnellen elektronischen Messung eignet sich das Verfahren hervorragend für automatisierte 100%-Prüfungen direkt in der Produktionslinie (online).
  • Keine Koppelmittel: Im Gegensatz zur Ultraschallprüfung wird kein Gel oder Öl benötigt.
  • Lacktoleranz: Risse können oft durch dünne Lackschichten oder Beschichtungen hindurch erkannt werden.
 
Anwendungsgebiete
Die Wirbelstrom-Rissprüfung wird häufig für zylindrische Bauteile (Kurbelwellen, Nockenwellen, Rohre), Schweißnähte oder zur Prüfung von Schraubenlöchern in der Luftfahrt verwendet. Sie ist besonders effektiv bei der Erkennung von Ermüdungsrissen an der Oberfläche.
 
Fazit
Die Wirbelstromprüfung ist ein schnelles und zuverlässiges Instrument, um Oberflächendefekte in Metallen zu identifizieren. Ihre hohe Automatisierbarkeit macht sie zur idealen Methode für die moderne Fertigungssicherheit.

Maßgeschneiderte Sonderlösungen für jede Herausforderung

Jedes Unternehmen ist anders und benötigt andere Technologien, Systeme und Maschinen. Auf diese Tatsache gehen wir bei jedem einzelnen Produkt ein, das wir konzipieren und für unsere Kunden fertigen. Kurz gesagt: Der Kunde steht bei der hörmle GmbH immer an erster Stelle.